Wir bewahren Stadtgeschichte


Rundschreiben 1/2026

  • Esslingen, im Februar 2026

Liebe Mitglieder,
in der Mitgliederversammlung im Dezember 2025 hat der Geschichts- und
Altertumsverein Esslingen am Neckar e. V. einen neuen Vorstand gewählt. Neuer
Vorsitzender ist der Esslinger Kunsthistoriker, Historiker und Kulturvermittler Dirk Zimmermann M.A., neuer Geschäftsführer Andreas Henrich.
Die bisherige Vorsitzende Traute Scheuffelen sowie der bisherige Geschäftsführer Herbert Schrade traten nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit nicht erneut an. Ihnen gilt unser herzlicher Dank für ihren langjährigen Einsatz und ihre herausragenden Verdienste um den Verein.
Christine Wanner (stellvertretende Vorsitzende) und Renate BatkeRasinger (Schatzmeisterin) wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Auch im Ausschuss gab es Veränderungen: Elisabeth Zeitler-Saile, Patrizia Grillo und
Ulrich Gökeler sind aus dem Gremium ausgeschieden. Dem Ausschuss gehören nun
an: Dr. Peter Dietl, Dr. Birgit Hahn-Woernle, Dr. Joachim Halbekann, Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Traute Scheuffelen, Herbert Schrade und Hans Ulrich.
Der neue Vorstand freut sich auf die kommenden Aufgaben und wünscht allen
Mitgliedern ein interessantes und ereignisreiches Vereinsjahr 2026.

 

Nachfolgend finden Sie unsere erste Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2026.

 

Ausstellungsbesuch im Heimatmuseum Reutlingen
Freitag, 27. Februar 2026, 15:30 Uhr, Heimatmuseum Reutlingen

Die archäologischen Sammlungen zählen zu den Schwerpunkten des Stadtmuseums
Esslingen, können jedoch nur selten gezeigt werden. Umso erfreulicher ist die neue
Sammlungsausstellung des Heimatmuseums Reutlingen mit dem Titel: „Aus der
Erde gehoben. Archäologische Schätze der Museumssammlung“.

Gezeigt werden archäologische Highlights der Kelten, Römer und Alemannen aus der
Region Reutlingen, die vom Leben, Handwerk und der Kultur vergangener Zeiten erzählen. Von keltischem Schmuck über römische Keramik bis hin zu alemannischen Werkzeugen werden Objekte präsentiert, die lange im Depot lagerten. Zugleich wird eindrücklich vermittelt, wie Archäologie in der benachbarten Stadt Reutlingen seit
dem 19. Jahrhundert die Vergangenheit erforscht und bewahrt.
Für 15:30 Uhr ist eine Führung durch die bis 12. April 2026 laufende
Sonderausstellung gebucht. Die Führung macht Frau Lierau.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Dauerausstellung zur 800-jährigen
Stadtgeschichte Reutlingens zu besuchen. Anschaulich wird dort unter anderem
gezeigt, wie Zünfte organisiert waren und welche Bedeutung sie für die
Stadtgesellschaft hatten.

Anfahrt:
Gemeinsame Anreise mit dem Regionalzug MEX 18 nach Tübingen
Abfahrt: ZOB Esslingen: 14:35 Uhr
Ankunft: Reutlingen: 15:11 Uhr
Treffpunkt ist am Bahnsteig. Vom Bahnhof Reutlingen führt ein etwa 12-minütiger
Fußweg zum Museum.
Anmeldung: post@gav-es.de

 

Mitmach-Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus

bis 12. April 2026, Stadtmuseum Esslingen – Gelbes Haus

Gerne weisen wir Sie auf die laufende Mitmach-Ausstellung „Nachtaktiv. Bleib wach! – Entdecken, Gruseln, Staunen“ hin.
Was passiert eigentlich, wenn es dunkel wird? Wer ist unterwegs? Was denken und
fühlen wir – und wie verändert sich die Welt bei Nacht?
Die Ausstellung lädt dazu ein, auf Socken die Nachtseite des Lebens zu erkunden: in
eine Sternenwelt einzutauchen, leuchtende Landschaften zu gestalten, Monster zu
entdecken, Träume und Albträume zu sammeln oder sich mit nachtaktiven Tieren,
Pflanzen und Menschen vertraut zu machen. Eine Tast-Geisterbahn fordert
Mutproben, eine Fragewand lädt zum Abstimmen über Geheimnisse ein, und der Blick auf den Globus verortet uns im Universum.
Anregung für Großeltern und Eltern: Verbinden Sie den Besuch der Ausstellung
mit einem gemeinsamen Kennenlernen des Museums. Die Ausstellung ist für
Kinder ab fünf Jahren geeignet.

 

Esslinger Altstadtviertele

Donnerstag, 26. März 2026, 19:00 Uhr, Altes Rathaus Esslingen, Bürgersaal

Beim 12. Esslinger Altstadtviertele hören wir den Vortrag:
„Das schwindende Erbe von Karl Kaiser – wie ein Schieferdachdecker das
Stadtbild Esslingens prägte“
In Baden-Württemberg gibt es keine natürlichen Schiefervorkommen, die sich als dauerhaft witterungsbeständiges Material für Fassaden oder Dächer eignen. Umso bemerkenswerter ist es, dass in Esslingen und umliegenden Gemeinden ab dem späten 19. Jahrhundert vermehrt Schieferfassaden entstanden sind, von denen einige bis heute erhalten geblieben sind. Urheber dieser Schieferverkleidungen war der in Esslingen lebende und arbeitende Schieferdecker Karl Kaiser. Die Referentin erfasst systematisch die noch vorhandenen Schieferfassaden in der Region und macht in ihrem Vortrag das „schwindende Erbe von Karl Kaiser“ anschaulich. Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wird erläutert, wie historische Schieferfassaden erhalten und restauriert werden können und welche positiven Eigenschaften Schiefer gegenüber Putz- oder Holzfassaden besitzt.
Referentin: Olga Arkhipkina, wissenschaftliche Referentin der praktischen Bau- und Kunstdenkmalpflege, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen
Moderation: Dr. Christian Ottersbach
Eintritt frei

 

Osterspaziergang des GAV

Samstag, 11. April 2026, 14:00 Uhr, Hürnholzkapelle Unterboihingen

Unter dem Titel
Verstecktes Juwel und heiliger Ort: Die Hürnholzkapelle in Unterboihingen
findet am Samstag nach Ostern unser traditioneller Osterspaziergang statt.
In räumlicher Verlängerung unseres letztjährigen Ziels Deizisau gehen wir weiter
neckaraufwärts und besuchen die weithin sichtbare Kapelle Unserer Lieben Frau im
Hürnholz. Die ehemalige Wallfahrtskirche und heutige Friedhofskapelle ist ein nur
wenigen bekanntes Juwel unserer Region. Ihre um 1493 entstandenen Seccomalereien, 1971 entdeckt und restauriert (eine erneute Restaurierung steht an), erzählen Geschichten aus der Bibel sowie von Heiligen und Märtyrern. Eine romanische Vorgängerkirche gilt als gesichert; Reste sind im Turm noch erkennbar. Eine Führung durch die Kapelle ist organisiert und wird von Simone Mayer durchgeführt.

Treffpunkt:
14:00 Uhr an der Hürnholzkapelle, Kapellenstraße 39, 73240 Wendlingen
Parkplätze am Friedhof sind vorhanden.

Im Anschluss besuchen wir die Ausstellung „750 Jahre Ersterwähnung Kapelle im
Hürnholz“ im nahegelegenen Stadtmuseum Wendlingen. Aufgrund der großen
Nachfrage wurde sie bis 6. April 2026 verlängert – für uns bleibt sie noch zugänglich.
Um 16:00 Uhr werden wir dort erwartet.

Anfahrt individuell:
ÖPNV: Treffpunkt ZOB Esslingen, gemeinsame Fahrt um 13:13 Uhr mit der S1
(Richtung Kirchheim/Teck) bis Wendlingen.
Bahnfahrer fahren auf freien PKW-Plätzen von Wendlingen zur „Rettichbar“.
Vom Bahnhof Wendlingen zur Kapelle sowie von der Kapelle zum Museum sind es
jeweils etwa 15 Minuten Fußweg (alternativ mit dem Pkw).
Da eine Einkehr vor Ort derzeit schwierig ist, schlagen wir auf der Rückfahrt ein
Treffen in der „Rettichbar“ vor (Riederwiesen 1, 73779 Deizisau, zwischen dem Industriegebiet Sirnau und Deizisau am Eingang zum Körschtal).
Der Osterspaziergang wurde vorbereitet und organisiert von unserem Ausschussmitglied Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger.

 

Internationaler Museumstag

Sonntag, 17. Mai 2026

Gerne weisen wir Sie auf den Internationalen Museumstag hin.
Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Museen frei. Es werden wieder Führungen
angeboten durch:
• das Stadtmuseum Esslingen
• das Museum St. Dionys
• das J. F. Schreiber-Museum im Salemer Pfleghof

 

Hinweis zum Schluss

Machen Sie mit – beim Endspurt unseres Ebershaldenfriedhof-Projekts!

Der Esslinger Ebershaldenfriedhof bewahrt in seinen Grabmalen vielfältige Zeugnisse
unserer Stadtgeschichte. Leider werden zunehmend Gräber aufgelöst und abgeräumt –
dies war der Anlass für unser Projekt.
Wir dokumentieren die noch vorhandenen Grabstätten und bewerten, welche davon
aus unserer Sicht erhaltenswert sind. Auf dieser Grundlage entscheidet die Stadt,
welche Gräber so wertvoll und aussagekräftig sind, dass sie gegebenenfalls
übernommen und dauerhaft gepflegt werden. Auf diese Weise bewahren wir Esslinger
Geschichte.
Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Uns fehlen noch etwa ein Fünftel der
insgesamt rund 2.500 Grabstätten.
Möchten Sie mitmachen? Für den Endspurt freuen wir uns über jede Unterstützung.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unser Ausschussmitglied Dr. Peter Dietl. Er
trifft Sie gerne auf dem Friedhof und erklärt Ihnen, wie einfach die Mitarbeit ist.

Kontakt:
Dr. Peter Dietl
E-Mail: dietl@urba-architekten.de
Telefon: 0711 / 33 69 700 oder 0179 / 24 16 087

 

Wir freuen uns auf die nächste Begegnung mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Zimmermann M.A./ Vorsitzender

Andreas Henrich/ Geschäftsführer