Rundschreiben 2/2026
Rundschreiben 2/2026
Esslingen, im Mai 2026
Liebe Mitglieder,
gerne übersenden wir Ihnen die Veranstaltungsübersicht für die Monate Juni bis September.
Oberesslingen-Stadtteilspaziergang
Oberesslingen – die unbekannte „kleine Schwester“ der Reichsstadt
Samstag, 06. Juni 2026, 14:30 Uhr, Oberesslingen
Ein Stadtteil, der als eigenständiges Dorf fast nicht mehr erkennbar ist: Oberesslingen. Und doch finden sich Spuren einer langen Vergangenheit, denn Oberesslingen, 1208 erstmals urkundlich erwähnt, ist tatsächlich viel älter. Schon in römischer Zeit befand sich hier eine villa rustica. Im späten 19. Jahrhundert wandelte sich der Weinbauernort zum Industriedorf. Fabriken und Betriebe entstanden infolge des Eisenbahn- anschlusses. 1913 wurde Oberesslingen dann – auf eigenen Wunsch – nach Esslingen eingemeindet. Auf einem Rundgang begeben wir uns auf Spurensuche zu Kirchen, Industriebauten, alten Bauernhäusern, einer Kelter und Standorten alter Herrenhöfe.
Die Führung wird von unserem GAV-Mitglied Dr. Christian Ottersbach durchgeführt. Ottersbach hat Kunstgeschichte, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Mittelalterarchäologie in Bamberg und Marburg studiert. Geboren in Esslingen, ist er in Oberesslingen aufgewachsen und wohnt seit 2011 wieder dort. Er hat im Projekt „Stadtgefährten“ des Stadtmuseums Esslingen in der AG Oberesslingen mitgearbeitet.
Dauer des Stadtteilspaziergangs: circa zwei Stunden.
Treffpunkt:
14:30 Uhr an der Haltestelle Indextraße/Bahnhof in Oberesslingen
Dort halten die Buslinien 101, 106 und 114 aus der Innenstadt; auch die S-Bahn- Station befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Endpunkt:
Gaststätte „Zum Froschkönig“, Landhausstr. 59, in 73730 Oberesslingen. Wir kehren dort gemeinsam ein – wer Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen. Der Bus (Linien 102/103) hält unmittelbar davor. Mit diesem kann man in die Stadt zurückfahren. Die S-Bahn-Station Oberesslingen ist fußläufig erreichbar.
13. Esslinger Altstadtviertele
Donnerstag, 02. Juli 2026, 19:00 Uhr, Altes Rathaus Esslingen, Bürgersaal
Die Esslinger Altstadt in neuem Licht?
Ein zeitgemäßes Beleuchtungskonzept für die Esslinger Gesamtanlage
Veränderte Rahmenbedingungen verlangen nach neuen Antworten. Gleichzeitig müssen sich historische Städte weiterhin angemessen ins Licht setzen, um ihre Aufenthaltsqualität zu stärken und ihr wertvolles historisches Erbe auch bei Nacht sichtbar zu machen. Die Esslinger Altstadt braucht dies mehr denn je – zumal die derzeitige Beleuchtung an vielen Stellen gestalterisches und funktionales Verbesserungspotenzial erkennen lässt. Glücklicherweise bietet die veränderte moderne Beleuchtungstechnik Chancen, Wirtschaftlichkeit, Natur- und Umweltschutz und die Belange der Stadtbeleuchtung und -inszenierung unter einen Hut zu bringen. Die Umsetzung einer neuen Stadtbeleuchtung kann nur nach und nach erfolgen – nicht nur angesichts der aktuellen Haushaltslage. Umso wichtiger ist es, eine langfristige, nachhaltige Planung zu erarbeiten – ein Gesamtkonzept für die historische Altstadt.
Welche Techniken, Strategien, Konzepte gibt es dafür? Welche Ziele und welches Konzept verfolgt die Stadt Esslingen bei diesem Thema? Diesen Fragen wollen wir an diesem Abend nachgehen. Baubürgermeister Hans-Georg Sigel und die von der Stadt beauftragten Beleuchtungsplaner erläutern ihr Vorgehen und das in der Entstehung begriffene Konzept und stellen aktuelle, teilweise schon in der Umsetzung begriffene Planungen vor. An Beispielen wie der Burg und der geplanten Beleuchtungsmaß- nahmen auf dem Marktplatz werden erste konkrete Lösungen sichtbar.
Diskutieren Sie mit uns die nächtliche Esslinger Altstadt der Zukunft!
Referenten: Baubürgermeister Hans-Georg Sigel und Beleuchtungsplaner des Studio DL
Moderation: Christoph Schweizer
Eintritt frei
Für Getränke und Brezeln ist gesorgt.
Sommerliches Treffen beim Weingut Bayer
Samstag, 18. Juli 2026, ab 16:00 Uhr, Esslingen-Rüdern
Auch in diesem Jahr findet wieder unser sommerliches Treffen beim Weingut Bayer in Esslingen-Rüdern, Uhlbacher Straße 86, statt.
Wir haben dort wie immer Plätze reserviert. Bei hoffentlich schönem Wetter wollen wir den herrlichen Panoramablick übers Neckartal genießen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Tag des offenen Denkmals
Sonntag, 13. September 2026
Motto: „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“
Der Geschichts- und Altertumsverein Esslingen ist auch in diesem Jahr wieder mit ei- nem Stand vertreten. Besuchen Sie uns gerne.
Doppel-Jubiläumsvortrag: Georg Christian von Kessler und Richard Alfried Hengstenberg, zwei Esslinger Firmengründer
Donnerstag, 24. September 2026, 19:00 Uhr, Altes Rathaus Esslingen, Schickhardthalle
Die beiden großen Esslinger Firmenjubiläen der Firma Hengstenberg (150 Jahre) und der Firma Kessler Sekt (200 Jahre) in diesem Jahr bieten Anlass, ihre beiden Firmengründer näher zu betrachten. Wie kamen sie als Nicht-Esslinger in unsere Stadt und mit welchen Schwierigkeiten kämpften sie bei ihren Firmengründungen? Georg Christian von Kessler in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gilt als ein Industrie- pionier in der Esslinger Stadtgeschichte, Richard Alfried Hengstenberg wird zwei Generationen später neue Maßstäbe in der Esslinger Nahrungsmittelbranche setzen. Da sowohl die Sekt- wie auch die Essigherstellung Wein als Basis benötigten, lag
Esslingen als Standort offenbar sehr nahe. Von Beginn an jedoch ist es nicht allein der Rohstoff, der Kessler und Hengstenberg bewog, ihr Gewerbe in der ehemaligen Reichsstadt auf- und auszubauen …
Den Vortrag hält die Esslinger Kunsthistorikerin und stellvertretende Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins Esslingen Christine Wanner.
Für Getränke ist gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Vorankündigung:
Präsentation der Münzen- und Medaillenstiftung Gerhard Kümmel im Stadtmuseum
Stadtmuseum im Gelben Haus, Hafenmarkt 7, 73728 Esslingen
Die Münzen- und Medaillenstiftung Gerhard Kümmel ist die umfangreichste geschlossene Sammlung von Münzen, Medaillen und Notgeld der Inflationszeit aus Esslingen am Neckar. Sie wird demnächst in einer neuen Abteilung der Dauerausstellung des Stadtmuseums im Gelben Haus präsentiert.
Historisch bedeutend sind vor allem die Esslinger Denare (mittelalterliche Fernhandelspfennige) aus dem 10. und 11. Jahrhundert. Vergleichbar vollständig gibt es sie nur noch in den weltbekannten Münzsammlungen der Eremitage in St. Petersburg und in der Königlichen Münzsammlung in Stockholm.
Die Stiftung umfasst mehr als 1.000 Münzen und Medaillen, aber auch Prägewerkzeuge vor allem der Esslinger Firma Otto Beh, Papiergeld, Wertmarken und geprägte Anstecknadeln. Der Schwerpunkt liegt bei den Denaren und bei frühen Gedenkmedaillen des 17. bis 19. Jahrhunderts.
Hinweis:
Stadt Esslingen fördert unser aus Anlass der 1250-Jahr-Feier geplantes Projekt auf dem Ebershaldenfriedhof
Am 10. März durfte Projektleiter Dr. Peter Dietl im Alten Rathaus aus den Händen von Herrn Oberbürgermeister Klopfer einen Förderbescheid für den Geschichts- und Altertumsverein Esslingen in Empfang nehmen. Damit unterstützt die Stadt Esslingen unser für das Jubiläumsjahr geplantes Projekt „Der Ebershaldenfriedhof als Ort der Lebenden und der Toten – digitale Wege in die Stadtgeschichte“.
Der Ebershaldenfriedhof ist ein bedeutendes Zeugnis unserer Geschichte. In der Gegenwart ist er Ort der Trauer und Erinnerung, aber auch der Begegnung, der Ruhe, der Erholung und der ökologischen Vielfalt. Seine rund 11.000 Grabstellen sind ein vielfältiger Schatz der Stadtgeschichte. Das Projekt ist eine Weiterentwicklung unseres seit 2020 dank des großen Engagements zahlreicher Ehrenamtlicher erfolgreich umgesetzten Erfassungsprojektes zum Ebershaldenfriedhof, das im Lauf des Jahres abgeschlossen werden soll.
Ausgehend von der Überlegung, dass jede Grabstätten die Geschichte von Esslinger:innen ganz unterschiedlicher Zeiten und Lebensumstände widerspiegelt, sollen ausgewählte Grabstätten und ihre Geschichten sichtbar und zugänglich gemacht werden.
Mit dem langfristig angelegten Projekt werden ab 2027 Informationen zu ausgewählten Grabstätten zugänglich gemacht. QR-Codes auf professionell gestalteten Schildchen an den Gräbern führen auf eine Website und erschließen so Informationen zu den Grabstätten, den dort bestatteten Personen und Familien sowie deren vielfältige Verflechtungen mit unserer Stadt und ihrer Geschichte. So entsteht ein über die Jahre nach und nach wachsendes Informationstool, das den Friedhof als einen zentralen Ort der städtischen Geschichte und Identität erlebbar macht.
Das Projektteam, bestehend aus Dr. Peter Dietl, Dr. Joachim Halbekann, Juliana Klein (Friedhofsverwaltung) und Prof. Christel Köhle-Hezinger, freut sich über diese Auszeichnung und finanzielle Unterstützung und erarbeitet derzeit ein konkretes Programm. Wir halten Sie dazu gerne auf dem Laufenden. Wenn Sie in den E- Mailverteiler der am Ebershalden-Friedhofs-Projekt Interessierten aufgenommen werden möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an Peter Dietl (dietl@urba- architekten.de).
Wir freuen uns auf die nächste Begegnung mit Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Dirk Zimmermann M.A.
Vorsitzender
Andreas Henrich
Geschäftsführer